Schnäppchenpreise: Das Gigaset AS285 und A220A im Vergleich

Schnurlostelefone von Gigaset gelten als Platzhirsche im Schnurlostelefon-Markt. Auch in unseren Telefon Tests können wir die hohe Qualität der Gigaset-Reihe bestätigen. Quasi auf dem Ramschtisch der Discounter werden Modelle der AS285 und A220-Reihe für wenig Geld angeboten. Oftmals als Duo, Trio oder gar als Quattro-Bundle, also mit zwei, drei oder vier Mobilteilen. Warum also nicht zu diesen Angeboten greifen?  Für wen sich ein solches Angebot lohnt, zeigen wir in diesem Testbericht.

Die Gigaset der Reihe A220 und AS285 umfassen alle wichtigen Funktionen zum Telefonieren. Sie eignen sich für alle, die ein Telefon im herkömmlichen Sinne nutzen wollen: Gespräche über einen analogen Telefonanschluss zu führen. Bei beiden Modellreihen der Gigaset-Reihe handelt es sich um recht betagte Bauserien, die zum Teil über sieben Jahre nahezu unverändert gebaut werden. Oftmals werden sie noch mit dem Firmennamen „Siemens“ angeboten („Siemens Gigaset AS285“), was der damaligen Firmierung entspricht. Doch sind diese Telefone heute noch zeitgemäß? Grund genug, uns einmal die Technik dieser Schnurlostelefone einmal näher anzuschauen.

A220 und AS285: Die technischen Unterschiede

Unterschied Gigaset A220 und A220A - der Anrufbeantworter

Das Gigaset A220 hat keinen Anrufbeantworter. Das A220A kann ankommende Gespräche bis zu 25 Minuten aufzeichnen.

Die Gigaset Reihen AS220 und AS285 unterscheiden sich nur minimal in der Technik. Bei beiden Bauserien handelt es sich jeweils um ein schnurloses analoges Telefon in mattschwarzer Optik. Nur der Rand des Gehäuses ist in Hochglanzoptik gehalten. Beide Mobilteile entsprechen heute vielleicht nicht mehr dem Geschmack des aktuellen Zeitgeistes, doch sie sind gut in der Hand zu halten und das Gehäuse ist sehr pflegeleicht.
Das bernsteingelbe Display des AS285 und das etwas hellere Display des A220 sind nur rund 3,6 Zentimeter (1,4 Zoll) groß. Weitere Farbe sucht man im Display vergeblich. Der Kontrast und gut. Bei einfallendem Licht wie auch bei Dunkelheit ist das Display sehr gut ablesbar. Das Display zeigt die gewählte Telefonnummer oder die Nummer des Anrufers, den Ladezustand des Akkus und den Zugang zum Menü an. Die Tastatur ist jeweils beleuchtet. Im Telefonbuch beider Modellreihen lassen sich 80 Einträge speichern.
Beide Gigaset-Reihen patzen bei der Sprachübertragung nicht. Sie bieten einen brillanten Klang ohne Rauschen. Die Sprechzeit liegt beim AS285 bei 25 Stunden. Im Stand-by-Betrieb reicht der Akku laut Herstellerangaben für 250 Stunden. Diese Werte konnten wir in unserem Praxistest für beide Modellreihen nachvollziehen.
Das Gigaset AS285 Schnurlostelefon listet die Letzen 25 entgangenen Anrufe mit Zeit und Datum auf. Die letzten zehn Anrufe werden für die Wahlwiederholung gespeichert. Freisprechfunktion, Wecker und Clip-Funktion ergänzen die technischen Ausstattungsmerkmale. Die Hörerlautstärke lässt sich, genauso wie ein Tonruf, einstellen. Für die Auswahl des Klingeltons stehen zehn Melodien, fünf Lautstärken und steigende Ruftonlautstärke zur Verfügung.

Gigaset A220A und AS285: Gigaset mit Anrufbeantworter

Das Gigaset A220A zeigt – wie aktuelle Geräte der Gigaset Serie – durch das nachgestellte „A“ das Vorhandensein eines Anrufbeantworters an. Der Unterschied zwischen dem Gigaset AS280 und AS285 liegt ebenfalls nur im Anrufbeantworter. Grundlegender Unterschied beim Anrufbeantworter der Modelle A220A und AS285 liegt in der Länge der Aufzeichnungsdauer. Während das A220A 25 Minuten Aufzeichnungsdauer verzeichnen kann, fasst der Speicher des AS285 im Vergleich nur magere 12 Minuten. Im normalen Alltag einer Familie dürften aber auch 12 Minuten Aufzeichnungsdauer bereits genug sein.
Die Anzeige für neue Nachrichten übernimmt das Mobilteil mit der blinkenden Anruftaste. Der Eingang und die Uhrzeit der neuen Nachricht werden durch eine Sprachausgabe mitgeteilt. Bei beiden Modellen lässt sich der Anrufbeantworter  zusätzlich mittels Fernabfrage abhören. Er wird von der Basis oder vom Mobilteil aus bedient.

ECO DECT und ECO-Modus Plus

Das Gigaset AS285 hat im Gegensatz zum AS280 einen Anrufbeantworter

Das Gigaset AS285 kann Gespräche bis zu zwölf Minuten aufzeichnen. Dies ist der einzige Unterschied zum AS280, welches ohne Anrufbeantworter hergestellt wird.

Die Basis der Gigaset-Reihe A220 und AS285 verbrauchen laut Hersteller Siemens Gigaset bis zu 60 Prozent weniger Strom als vergleichbare Modelle. Die Funkleistung reduziert sich mit steigender Entfernung zur Basisstation. Dies bedeutet, dass die Reichweite, die bei diesen DECT-Modellen mit 300 Meter im Freigelände und 50 Meter in Gebäuden angegeben werden, sich reduziert. Unser Praxistest hat in Punkto Reichweite keinen nennenswerte Unterschiede ermittelt. Der Empfang in unseren Testwohnungen und mehrstöckigen Häusern war gewohnt gut.
Laut Siemens Gigaset wird mit dem ECO-Modus die Strahlung der Schnurlostelefone nochmals um 80 Prozent reduziert. Im Stand-by-Betrieb liegt die Strahlung nahe Null. Beide Gigaset-Modellreihen gelten als strahlungsarm.

Mehr Mobilteile für das Siemens AS285 und A220

Gigaset macht es einem einfach, auch nachträglich ein Mobilteil zur bestehenden Basisstation hinzuzukaufen. Auch neuere Mobilteile passen fast immer zu bestehenden älteren Basisstationen. In der Regel deutet der nachgestellte Buchstabe „H“ auf ein zusätzliches Mobilteil im Handel hin. Beispielsweise ist das „AS28H“ das zusätzliche Mobilteil für die Gigaset Reihe AS280 und AS285.
Wer von vorneherein mit mehr als ein Mobilteil bei der Anschaffung plant, sollte im Handel nach der Bezeichnung „Duo“ (AS285 Duo: Basis mit Mobilteil, Anrufbeantworter und zusätzlichem Mobilteil) oder gar Trio und Quattro schauen. Beim Gigaset AS285 Trio reicht der Lieferumfang über die Basis mit Mobilteil und Anrufbeantworter bis zu zwei weiteren Mobilteilen. Das Quattro zeichnet sich durch drei weitere Mobilteile aus. Alle Mobilteile besitzen eine Ladeschale.

Unterschiede zwischen Gigaset A220 und A220A sowie AS280 und AS285

Die Unterschiede zwischen dem A220 und A22A sowie dem AS280 und AS285 sind lediglich im Vorhandensein des Anrufbeantworters (siehe Tabelle, Aufnahmedauer). Spannender ist die Frage nach den Unterschieden zwischen dem A220 und AS280 bzw. dem Gigaset A220A und AS285.
Schauen wir zuerst nach den Gemeinsamkeiten: Beide Gigaset Serien sind für einen analogen Telefonschluss gedacht, senden via DECT/GAP, verwenden den gleichen Akku im Mobilteil und haben eine ungefähre Reichweite von 50 Metern in Gebäuden und 300 Metern im freien Gelände. Auch die Funktionen der Modelle ähneln sich stark. Beide verfügen lediglich nur über die Grundfunktionen wie Telefonbuch, Wahlwiederholung, Liste der letzten Anrufer, Alarmfunktion und Wecker sowie eine Grundmenge an Klingeltönen. Eine Zuordnung der Klingeltöne an einen Anrufer oder eine SMS-Funktion sucht man bei diesen Gigaset Baureihen vergeblich.

Gigaset A220, A220A und das AS280/AS285 in der Übersicht

 Gigaset A220Gigaset A220AGigaset AS280Gigaset AS285
Anrufbeantworterneinja (25 Minuten)neinja (12 Minuten)
Anschlussartanaloganaloganaloganalog
Freisprechenjajaneinja
Display3,6 cm (1,42 Zoll) monochrom
3,6 cm (1,42 Zoll) monochrom3,6 cm (1,42 Zoll) monochrom3,6 cm (1,42 Zoll) monochrom
BedienungsanleitungA220 / A220AAS280 / AS285
Straßenpreis30 EUR35 EUR

Freisprechen und Headset

Personen, die eine Freisprech-Funktion benötigen, sollten das Gigaset AS280 meiden. Dies ist das einzige Modell in unserem Test, welches diese Funktion nicht unterstützt. Über eine Möglichkeit, einen Kopfhörer bzw. ein Headset anzuschließen, verfügen weder das A220 noch das AS280. Bluetooth wird ebenfalls nicht unterstützt.

Augenscheinliche Unterscheidung: Das Display

Beide Modellserien verfügen lediglich über ein monochromes Display mit einer Diagonalen von  rund 3,6 Zentimeter. Farbig ist lediglich die Beleuchtung – und diese ist Geschmacksache. Die AS280/AS285-Serie ist bernsteinfarbig beleuchtet, was nicht allen unseren Testern  gefallen hat. Es ist Geschmacksache, ob die dezentere Beleuchtung der A220-Reihe gefällt.

Kaufentscheidung: Das Gigaset A220 oder das Gigaset AS280?

Gigaset AS285 Trio

Wer mehr als ein Mobilteil benötigt, sollte sich nach Bundles wie das Gigaset Trio oder Quattro umschauen. Günstiger kann man weitere Mobilteile nicht erhalten.

Die Unterschiede dieser Gigaset-Reihen sind marginal. Von der Aufzeichnungskapazität des Anrufbeantworters einmal abgesehen, dann das Design und der Preis den Ausschlag geben. Denn viel wichtiger ist die Frage, ob man nicht besser zu einem aktuelleren Modell der Gigaset-Reihe  greifen soll. Ja, wenn man neuste Technik und Funktionalitäten nutzen möchte, die über das eigentliche Telefonieren hinausgehen. Beispielsweise bietet das Gigaset C610 eine durchaus interessante Babyphone-Funktion.
Wer allerdings ein grundsolides und vor allem günstiges Schnurlostelefon sucht, sollte sich diese Modelle einmal näher betrachten. Vor allem, wenn man mehr als ein oder zwei Mobilteile benötigt, erhält mit den Trio oder Quattro-Angeboten dieser Gigaset-Reihen eine Telefonserie mit hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis.

Unser Produkttester Rainer Hoppe

Über den Autor: Rainer Hoppe ist ein kritischer und professioneller Produkttester. Er hat bereits über 400 aktuelle Produkte getestet und in Testberichte beschrieben. Aktuell leitet Rainer unsere Schnurlos-Telefon Test Reihe. Rainer, Anfang 30, ist ein begeisteter Technik und Computer-Fan, Freizeit-Mountain-Biker sowie ein stolzer und rührender Vater einer kleinen Tochter.
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